Sommer-Festivals
Laue, nie enden wollende Sommernächte, die zum Tanzen einladen bis das Licht der letzten Sterne verblasst. Lagerfeuer, entschwindender Grilldunst und der schwere Atem der Schläfer in den Zelten sind Zeugen einer durchtanzten und durchlachten Nacht voller Musik. Hier und da hört man noch einen elektronischen Klang, wenn einer der Live-Acts immer noch kein Ende finden kann.
Passieren kann dies überall wo sich die Fans der elektronischen Tanzmusik zum Festival versammeln. Das tun sie alljährlich beispielsweise in Dorsten am Rande des guten alten Ruhrgebiets beim Dorstival-Openair. Britta, 25, erinnert sich an das letztjährige Event: "Das Dorstival wird eigentlich immer besser. Mittlerweile sind viele Genres vertreten. Electropop, Electropunk aber auch Spezielleres wie Darkwave und Goth-Pop. Das mag ich besonders am Openair in Dorsten, und deshalb kommen auch so viele unterschiedliche Leute dahin." Das Ruhgebiet gilt bei Insidern durchaus als Musikmetropole für elektronische Musik, denn auch das Openair-Festival Juicy Beats in Dortmund kann sich sehen lassen.
André, 19, kommt schon das dritte Mal hintereinander: "Zwar ist es nur einen Tag lang, dafür aber in einem geilen Ambiente. Der Westfalenpark ist ein tolle Kulisse und zieht tolle Bands an - Deichkind, Die Goldenen Zitronen - das Juicy Beats lässt keiner freiwillig aus." Aber auch die Bundeshauptstadt Berlin will natürlich mitmischen. Nicht komplett openair, dafür aber absolut publiumsorientiert ist das club transmediale, DAS Festival für experimentelle und elektronische Musik in Berlin. "An verschiedenen Veranstaltungsorten kannst du hier mehr als zehn Tage lang Bands der Spitzenklasse erleben. Tausende zieht das club transmediale jedes Jahr an, aber auch an Kinder wurde von den Organisatoren gedacht.
Beim letzten Mal gab es in einem schattigen Bereich sogar Gartentrampoline und für kleine Kletteraffen hatte man ein Baumhaus errichtet, aus dem heraus sie den besten Blick auf die Bühne hatten", sagt Frank, 27, stolzer Vater von Justin, 3. Und im hohen Norden, bei unseren schwedischen Nachbarn tobt auf dem Arvika Festival der elektronische Bär. Mitte Juli wird es jedes Jahr von der Organisation Galaxie auf die Beine gestellt und bei den großen Synthie-Bands ist die Teilnahme ein Muss.